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Beil



    Die Axt im Haus...
 


 

Beil [mhd. bl, zusgez. aus: bhel, ahd. bhal]: kürzerer Stiel, einhändig

Axt [mhd. ackes, ax(t), ahd. ackus]: schmalere Schneide, längerer Stiel und größeres Gewicht

aus Brockhaus/Duden.

Axt und Beil im Detail

Äxte bestehen aus zwei Komponenten: Einem stabilen Schaft und einem noch viel stabileren Kopf. Bei beiden ist die Verarbeitungsqualität entscheidend: Ein guter Kopf auf einem schlechten Schaft nutzt ebenso wenig wie anders herum.

Schlechte Schäfte erkennt man meist schon im Laden: Schartig, unlackiert und mit groben Kanten kann keine Axt sicher geführt werden. Sind gar Astlöcher auf dem Schaft vorhanden, ist die Bruchgefahr immens: Ein unkontrolliert umherfliegender Beilkopf kann schwerste Verletzungen verursachen.

Auch dem Kopf sollte man Aufmerksamkeit widmen: Er sollte aus geschmiedetem, hochfesten Stahl bestehen und mit einem Keil am Schaft befestigt sein. Hier darf nichts überstehen oder wackeln!

Äxte durchtrennen Holzfasern durch eine kombinierte Schlag- und Schneideinwirkung – soweit die Theorie. Man unterscheidet zwischen der Spaltaxt und der Fällaxt. Erstere wird zum Spalten von trockenen Holzscheiten längs der Faserrichtung genutzt, letztere quer zur Faser zum Fällen von Bäumen und zur Abtrennung von Ästen unterschiedlicher Stärke.

Fälläxte (und Beile) wirken schneidend und spaltend: Um einen Baum zu fällen, wird zunächst einseitig in der gewünschten Fallrichtung ein Keil in den Baumstamm geschlagen, dann ein weiterer auf der gegenüberliegenden Seite, bis der Baum schließlich fällt.

Die Spaltaxt wirkt in der Regel rein kinetisch, d. h. durch die Spaltwirkung des Axtkopfes. Dieser muss daher in diesem Fall auch nicht ständig geschärft werden. Für große Scheite empfiehlt sich auch ein Axthammer: Dieser ist sehr schwer und spaltet das Scheit fast schon durch sein Eigengewicht.

von gartencenter.de


Ein Beil ist kleiner und kann mit einer Hand bedient werden, eine Axt ist so ausgelegt, dass man größere Kraft damit ausüben kann und man nutzt zum Festhalten und Schwingen beide Hände.

Der Stiel einer Axt ist auch länger, damit eine stärkere Krafteinwirkung erfolgen kann (Hebelwirkung).

Während die Axt groß ist und meist mit beiden Händen zum Bäume fällen verwendet wird, ist das Beil neben Waffe, auch ein Gerät zur Spaltung von Holz, das klein und handlich ist, und ggf. auch einhändig verwendet werden kann.
 


Auch eine Axt aus dem Baumarkt muß nicht das Schlechteste sein - aber schaut im Video
 

Der Volksmund sagt, die Axt im Haus erspart den Zimmermann. Gemeint ist damit, daß eine Axt ein universelles Werkzeug ist, das viele andere Werkzeuge ersetzt und für viele Arbeiten eingesetzt werden kann. Das kann man sich auch unterwegs zu nutze machen, wenn man auf ein Beil, also eine kleine, handliche Axt, zurückgreift. Ein solches Outdoor- oder Trekkingbeil ist das Wildmarksbeil von Gränsfors Bruks.

 


 


S,A, Wetterlings Jagdbeil, klein und Gränsfors Bruks Wildmarksbeil

 

 

 

Große Axt - mit zwei Händen - gerade, breitbeinig davor. 

 

 


 

 

Links Axt und rechts Spaltaxt Im Unterschied zur Fällaxt hat die Spaltaxt ein breiteres Kopfteil mit einem Keilwinkel von 35 bis 40 Grad sowie eine leicht gebogene und beidseitig geschliffene Schneide. Die Spaltkraft zwischen den einzelnen Holzfasern ist auf diese Weise deutlich höher.

 

 

Gute Länge für eine Axt - unter den Arm klemmen - unten mit der Hand messen - passt.

 

 

 

 

Köpfe von oben 

hier sieht man schön die Keile, sie verhindern das Herausfallen des Kopfes. 
Dazu wird ein Metallkeil in die Hirnholzseite des Stieles eingetrieben.
Es gibt auch Holzkeile.
Der Keil darf nie so groß sein, dass die Axt berührt wird.

 

 

 

Ob Gränsfors, Wetterlings, Hultafors oder auch Husqvarna alles handgeschmiedete Äxte und Beile aus Schweden mit Hickory Stiel.

 

VENATUS

Gutes Benehmen im Wald heißt: Man nimmt nie die Axt eines anderen, ohne ihn vorher zu fragen. Besser ist noch, den Besitzer zu fragen, ob er schnell die Arbeiten mit seiner Axt erledigt. Er kennt sich damit aus. Wenn sich ein Ungeübter daran versucht, richtet er schnell Schaden an der Axt an (abgebrochener Stiel, Scharten in der Schneide), den der Besitzer nur in stundenlanger Arbeit wieder beseitigen kann. Ein richtiger Waldläufer verleiht seine Axt ohnehin nicht.

Die Axt läßt man im Wald, aber auch in Haus und Hof, nicht einfach herumliegen. Entweder man schlägt sie locker in den Hackklotz, oder man stellt sie mit dem Eisen auf die Erde und dem Stiel an einen Baum oder die Schuppenwand. Niemals sollte man eine Axt einfach irgendwo ins Gras legen. Nicht nur, daß sie durch die Feuchtigkeit Rost ansetzt, ein Tritt auf die Schneide kann böse Folgen haben. Auch schlägt man die Axt niemals in einen lebenden Baum, es sei denn, man will ihn fällen.

Die Axt ist am Nacken abgeflacht, um damit zu hämmern. Das Wichtigste ist aber, niemals – wirklich niemals – mit Eisen auf Eisen zu schlagen. Der relativ weiche Nacken wird an den Kanten ausfransen. Bei passender Gelegenheit werden mit hoher Geschwindigkeit Eisensplitter durch die Luft fliegen, die schlimme Verletzungen verursachen können.


Test verschidener Äxte und Beile

von 24:38 bis  38:02



 

Hier noch 2 Videos von Mors Kochanski - er ist ein kanadischer Bushcrafter und Survival-Lehrer, Naturforscher und Autor.
Mors Kochanski ist in der Masse nicht sehr bekannt, aber trotzdem eine wichtige Figur in der Bushcraftszene.
Er ist eine absolute Kapazität was Bushcraft in der nördlichen Wildnis angeht.
U.a. hat er auch andere, deutlich bekanntere „Survivalstars“ wie Ray Mears und Cody Lundin massiv beeinflusst.
Auch der Begriff Bushcraft in der heutigen Verwendung geht auf Mors Kochanski zurück.
 

Mors' discusses different axes and their uses.














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