Veröffentlichungsdatum Geschrieben von outdoorfriend
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Lager, Camp, Biwak, Bushcraft, Lagerplatz, Auswahl, Kriterien

Einen  geeigneten Lagerplatz zu finden ist sehr wichtig, denn so können wir am Besten regenerieren. Wir haben Schutz vor Regen, Kälte und Wind - wir können eine warme Mahlzeit zubereiten. Wir können ruhig und  entspannt schlafen. 

Am Besten ist es, wenn man sich rechtzeitig einen Lagerplatz suchen kann - im Dunkeln ist das alles weitaus schwieriger. 

Der Lagerplatz sollte einigermaßen eben sein. Die Lagerfläche sollte gerade sein  - liegt man schräg - rutscht man ständig weg. 
Bei Gefälle immer den Kopf nach oben - sonst steigt das Blut in den Kopf und das ist sehr unangenehm.

Man sollte alles entfernen, Gestrüpp, spitze Ästchen. Es sollte nicht alles voll  mit großen Steinen sein. Wenn man irgendetwas im Rücken spürt, ist es mit dem Schlaf vorbei. 

Dann sollte man schauen, ob über uns nicht irgendwelche Äste sind, die herabstürzen können - sogenannte Witwenmacher.

Weiter sollte man nach Spuren schauen - Wildwechsel - nicht das man Wildschweinen im Weg liegt.

Aber auch Ameisenpfade sind unangenehm, wenn sie durch unser Bett gehen.

Senken sollte man auch meiden - bei einem heftigen Schutt liegt man da schnell im Wasser.

 

Nicht zu nah am Wasser, da sind häufig die Stechmücken -  dagegen hilft Rainfarn, dessen Geruch sie nicht mögen. Ansonsten ist Anti-Brumm wirklich zu empfehlen.

Laub unterlegen schadet nie. Dann ein Stück  zurechtgeschnittene Plane oder ein Footprint als Unterlage  und die Matte ist geschützt.

Gern wird auch die BW Faltmatte genommen - ist aber nicht so groß und vor allem erheblich schwerer.

Probeliegen, bevor man alles aufbaut zeigt uns, ob wir richtig liegen. 

 

 

 

 

Der ganze Platz sollte nicht direkt von Waldwegen einsehbar sein, vor allem, wenn wir einen Hobo betreiben oder gar ein Feuer machen wollen.

Dann sollte sich aber auch  eine Feuerstelle   leicht und vor allem  sicher einrichten lassen.

 

 

Jetzt können wir die Iso-Matte aufpumpen oder eine Evazote nehmen - den Schlafsack ausbreiten und dann darüber unser Tarp aufbauen.

 

 

 

 

Nach dem Abbau

verlassen wir den Platz so, wie wir ihn angetroffen haben - Leave no trace!

 

 

 

Wenn man mit einer Hängematte unterwegs ist - klar dann müssen 2 passende Bäume da sein - der Untergrund, etc. Hanglage interessiert uns dann weniger.

 

Für den Winter gelten noch ein paar andere Überlegungen:

Der Lagerplatz sollte auch wieder windsicher und trocken sein.
In ausreichender Nähe sollte genügend trockenes Feuerholz sein.

Bei einem Feuer kann Schnee von den Bäumen fallen.

Eventuell sollte man den Lagerplatz von Schnee frei machen und mit Reisig oder Tannenzweigen einen Untergrund schaffen.
Man könnte auch mit Ästen ein Trapperbett bauen.
Wichtig ist die Kälte von unten zu bannen und  Auskühlung durch permanenten Kontakt mit Schnee zu  vermeiden.

Aber da wird es noch ein gesondertes Kapitel mit  Winterbiwak geben.



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