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Wildtiere in Deutschland

 

Sind Wildtiere für den Mensch gefährlich? 

Nein! 

Der Mensch ist gefährlich für die wilden Tiere!

Vor etwa 100 Jahren starb der letzte freilebende Wisent in Europa.

Der Wolf schon vor 150 Jahren.

Der letzte Luchs wurde 1850 in Bayern erlegt.

Der Braunbär war einst in unseren Wäldern zu Hause. Auch ihn haben wir als Nahrungskonkurrenten gejagt und vor 170 Jahren ausgerottet.

Obwohl der Bär ein geschütztes Tier und entsprechend dem bayerischen Jagdgesetz zufolge kein jagdbares Wild ist, wurde der von den Politikern als "Problembär" bezeichnete Bruno von der Bayrischen Regierung zum Abschuss freigegeben.

Wenn man mal von der Nahrungskonkurrenz absieht, dann liegt vieles beim Menschen an mangelnder Information - so ist der Bär eben kein Teddy zum kuscheln und der Wolf nicht böse, wie im Märchen vom Rotkäppchen.  Den  Naturschützern ist es zum Teil gelungen Tiere in ihre Heimat zurückzuholen. Dazu zählen vor allem Luchs und Biber. 

 

Es ist sehr wichtig die Menschen zu informieren - eine erfolgreiche Kampagne vom NABU war die Aktion "Rotkäppchen lügt".

Zum Glück kommt der Wolf zurück - im Osten aus Polen und im Süden aus Italien. Wenn es auch erst wenige sind, aber wenn sie geschützt werden, werden sie auf Dauer hier bleiben. 


Der Mensch wird die Wölfe kaum zu sehen bekommen, denn der Wolf ist ein scheues Tier. 
Zu über 90%  ernährt sich der Wolf von Reh, Wildschwein und Rothirsch. Wenn es zu einer schlechte Nahrungssituation kommt reguliert sich der Bestand von selbst.
Natürlich gehören auch Schafe und Ziegen auf den Speiseplan der Wölfe - wenn   die Herden auf den Weiden in den Gebieten, wo der Wolf vorkommt, nicht ausreichend gesichert sind.

 

 

Auf leisen Pfoten kamen auch die Pinselohr-Jäger zurück. Im Gegensatz zu den Wölfen ist der Luchs ein Einzelgänger, noch scheuer als der Wolf. In der freien Natur kaum auszumachen.


 Luchse sind hochbeinige Katzen, mit pinselartigen Haarbüschel an den Ohren und Backenbart und einem kurzen Schwanz.
Hauptsächlich ernähren sich Luchse bei uns von Rehen, Wildschweinen, Rotwild, Hasen, Füchsen und Mäusen. Der Luchs kann einen Hasen noch in 300 m Entfernung sehen - eben Augen, wie ein Luchs. 
Er hört aber auch eine Maus auf 70 m. Wie die meisten Katzen jagt er in dem er sich an die Beute anschleicht und dann durch gewaltige Spurts und kraftvolle Sprünge die Beute schlägt.

 


Der Braunbär (Ursus arctos) - auch sie sind Einzelgänger.

Bären sind Allesfresser mit Ausnahme  des Pandabären, der sich nur von Bambus ernährt und des Eisbären, der vorwiegend Fleisch frisst.

Früchte, Pflanzen, Insekten und kleine Tiere machen den Hauptteil der Nahrung aus. Allerdings jagen sie auch große Tiere, das kommt aber selten vor - im Frühjahr, wenn es zu wenig Nahrung gibt nach der Winterruhe, dann erlegen sie schon mal Hirsche, Elche oder Schafe. Allerdings kommt das nur selten vor.

Gefährlich sind Bären  nur, wenn sie bedroht werden - oder wenn eine Bärenmutter ihre Jungen verteidigt.

In Fels- oder Erdhöhlen halten die Bären keinen richtigen Winterschlaf  - dabei verlieren sie ein Drittel des Gewichtes.

 

 

Mittlerweile kehren die ersten Seeadler nach Bayern zurück. 



Der König der Lüfte - Spannweite bis zu 2,90 m
Mit ihren sprichwörtlichen "Adleraugen" können sie kleine Beutetiere, etwa eine Maus, aus Höhen von über drei Kilometern erkennen.

 


Als Fischräuber wurde der Otter lange Zeit gnadenlos verfolgt, mit eigens gezüchteten Otterhunden bis zur Erschöpfung gehetzt und mit Spießen abgestochen.

Wie alle Marder ernähren sich auch Fischotter recht vielseitig. Neben Fischen und Fröschen erbeuten sie auch Krebse, Insekten, Schermäuse und Wasservögel. Immer frisst der Otter das, was er am leichtesten erbeuten kann.

 

 

Heute steht der Fischotter in den meisten Ländern unter Schutz. In Deutschland fällt der Fischotter zwar immer noch unter das Jagdgesetz, allerdings ist die Jagd auf ihn seit 1968 untersagt.

 

 

Fischotter haben eine stromlinienförmige Körperform. Sie haben an allen vier Pfoten zwischen den fünf Zehen Schwimmhäute.

Diese werden beim Tauchen und Schwimmen gespreizt und erlauben ihm eine schnellere Fortbewegung im Wasser.

 


Beim Tauchen sind Nase und Ohren verschlossen. Im Winter tauchen Fischotter lange Strecken unter dem Eis.

Bis zu 18 m tief und 300 m  weit können sie tauchen. Ein Fischotter kann bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben.

 

 

Fischotter haben eine ausgeprägte Lust an der Bewegung und zu Spielen.

Häufig ist dabei das Drehen um die eigene Längsachse zu beobachten.   

Gleichermaßen ist der Bewegungsdrang auf dem Lande. 

 

 

Wildschweine kommen fast überall in Europa vor. 

Wildschweine sind sehr anpassungsfähig. Sie bevorzugen Lebensräume, die ihnen Wasser und viel Deckung bieten.

Tagsüber verstecken sie sich im Unterholz Wildschweine sind vorwiegend in der Nacht unterwegs. 

Sie brauchen Nahrung, Suhlen und Geselligkeit. Sie bleiben ihrem Gebiet treu.

Wildschweine leben in Gruppen, der sogenannten Rotte. Sie  besteht meistens aus Bachen, Frischlingen und Überläufern. 

Die Keiler bleiben der Rotte, außer in der Rauschzeit  fern.

 

Allerdings wird der Lebensraum der Wildtiere wird immer mehr beschnitten, 

so kommt  das anpassungsfähige Schwarzwild immer öfter in die Lebensräume der Menschen.

Wildschweine durchwühlen mit ihrem Rüssel und ihren Eckzähnen den Boden und fressen alles, was sie dann finden:

Pilze, Wurzeln, Knollen, Früchte, Insekten, Würmer, Schnecken, Mäuse, Frösche, Molche und Aas.



Da sie keine natürlichen Feinde haben, haben sie sich stark vermehrt. Außerdem wir immer mehr Mais angebaut.

So werden mittlerweile derzeit in Deutschland fast 640.000 Wildschweine pro Jahr gestreckt.

Keiler - die männlichen Wildschweine haben Eckzähne, dadurch unterscheiden sie sich von den Bachen - weibliche Wildschweine.

 

 

Frischlinge tragen bis zum Alter von 6 Monaten eine Streifenzeichnung.  

Auf dunkelbraunem Grund verlaufen etwa 8 hellgelbliche Längsstreifen, die sich teilweise in Flecke auflösen.

 

 

 

Wisente gelten als die größten und schwersten Landsäugetiere Europas. 

 



Als Urwildrinder der gemäßigten Zonen Eurasiens sind sie eng mit den Bisons von Nordamerika verwandt. 

Wisente sind Herdentiere  - Kühe und Jungtiere mit cirka 25 Tieren. Sie benötigen eine  Reviergröße von cirka 5.000 ha.


 

 

Mit einem Gewicht von 400 – 1000 kg für Stiere und 300 – 600 kg für Kühe benötigen Wisente täglich eine große Menge an Futter. 

So fressen männliche Wisente im Sommer 32 kg am Tag, weibliche Tiere cirka 24 kg. 

Die Nahrung besteht je nach Jahreszeit aus Gräsern und Riedgräsern, aus Moosen, Farnen und Pilzen, und aus Bäumen & Büschen.

Das Wisent war in Deutschland lange ausgestorben - jetzt gibt es einen ersten Wiederansiedlungsversuch in NRW.

Am 11. April 2013 wurde nach rund zehnjähriger Vorarbeit eine achtköpfige Wisentgruppe in Bad Berleburg in die Freiheit entlassen.

 

 

Der Auerochse  ist der Stammvater aller Hausrinder. Einst waren diese Wildrinder zusammen mit dem Wisent über weite Teile Europas und Asiens verbreitet.

Vor über 350 Jahren ist der Auerochs vorläufig ausgestorben, vom Menschen gejagt und durch die sich auf Kosten der Wälder ausbreitende Kulturlandschaft verdrängt.

In den 30-iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Auerochse rückgezüchtet.  Das Heckrind ist etwas kleiner als das Original.

Es hat ein kräftigen Körperbau mit hellem Unterbauch,  Aalstrich auf dem Rücken, große Hörner. Stockmaß 1,80 m Gewicht bis zu einer Tonne.

 

 

 

 

 


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