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Gau-Herbstwanderung 17

Gau-Herbstwanderung 17.09.2011

Start-Ziel: TuS Dietkirchen, Vereinsheim am Sportplatz

Zeit: Samstag, 17. September 2011 - 14:00 Uhr



Das ganze Event war hervorragend organisiert vom TUS Dietkirchen - fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt.
Die Begrüßung findet durch den 1. Vorsitzender Gerhard Edel statt - er weist auf die Problem der Vereine heute hin und wie der TUS Dietkirchen diese bewältigt.




Die Wanderstrecke:
Angeboten wird eine Halbtagswanderung über 6 km, die naturkundliche, historische oder kulturelle Aspekte beinhaltet.

Nach der Begrüßung ging es los auf  dei Piste -



Hier der Gauwanderwart Dieter Keller und der TuS-Wanderwart Karl-Heinz Flach



















Vom Sportplatz des TUS Dietkirchen ging es zur Kriegsgräberstätte bei Limburg-Dietkirchen. Gegen Ende Dezember 1914 waren bereits 3 000 Gefangene, meist Franzosen, Iren und Engländer, später aber auch russische und auch polnische Soldaten in den Baracken des Lagers untergebracht.




Nach aufwendiger Restaurierung im Jahre 2007 wurde das 90 Jahre alte irische Hochkreuz auf dem Soldatenfriedhof an der Kriegsgräberstätte in Dietkirchen eingesegnet. Dazu hatte der Ortsbeirat den Volkstrauertag gewählt. Fast 200 Bürger waren zu dem historischen Ereignis gekommen.

 




Die Segnung erfolgte durch den katholischen Pfarrer Friedhelm Meudt und Pfarrer Johannes Nothhaas (Mainz) von der russisch-orthodoxen Kirche. Nach einem Trompetenspiel führte Ortsvorsteher Bernhard Eufinger die Anwesenden in die Jahre des Ersten Weltkriegs zurück, als sich in Dietkirchen ein 24 Hektar großes Lager mit bis zu 12 000 Kriegsgefangenen befand.





Dann ging es weiter nach Limburg zum Schwimmbad - am Campingplatz vorbei -



wieder zurück nach Dietkirchen zur Lubentiuskirche.



Hier war eine Führung organisiert.



Die ehemalige Stiftskirche St. Lubentius in Dietkirchen am Ufer der Lahn war bis ins 13. Jahrhundert die bedeutendste Kirche des Lahngaus und seiner Nachfolgeterritorien. Im Lubentiusstift werden die Gebeine des Heiligen Lubentius als Reliquien aufbewahrt. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine romanische Basilika, die im Wesentlichen im 11. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen bekam. Die Innenausstattung besteht vor allem aus Arbeiten des 18. Jahrhunderts. Heute ist das Stift erloschen und St. Lubentius dient als katholische Pfarrkirche von Dietkirchen.

Der Legende nach habe man  den Leichnam des Heiligen Lubentius in ein Boot gelegt und ohne Besatzung die Mosel hinab sowie Rhein und Lahn hinauf gefahren, um dann bei Dietkirchen zu stranden. Tatsächlich dürften die Gebeine des Heiligen kurz vor der Ersterwähnung von Dietkirchen 841 dorthin gebracht worden sein.

Danach ging es zurück zum Sportplatz, wo es dann leckeren Kuchen und Kaffee gab. Ein gelungener Nachmittag.


 


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