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Pilzwanderung, Nabu Niederselters, 2015

Pilzwanderung 


Am Samstag, den 10. Oktober 2015 findet die alljährige Pilzwanderung der NABU Gruppe Niederselters e.V. statt.

Unter der sachkundigen Führung von Herrn Bernhard Broschart, Pilzsachverständiger aus Werschau, wird Wissenswertes über Pilze und deren Lebensraum vermittelt. Es handelt sich jedoch nicht um eine Pilzsammlung mit anschließender Pilzkontrolle.

Im Anschluss an die Exkursion wird Herr Broschart aus den gesammelten Pilzen in gewohnter Weise ein Pilzgericht für die Teilnehmer zubereiten.

Treffpunkt ist um 13 Uhr am Vereinsheim des NABU Niederselters.

Da musste ich doch hin. 





Was war hier los - hier wurde mit den Kids Apfelsaft gemacht.

Gesammelte Äpfel wurden gewaschen.



dann kamen sie in den Häcksler 

 


die gehäckselten  Äpfel in die Saftpresse 



Jetzt noch in Flaschen abfüllen und die Kids können ihren Apfelsaft mit nach Hause nehmen.

 

 


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Der Trester bleibt übrig.

 

 


Insektenhotel im Hof


 


Die Presse wird erneut gefüllt



Toll - das so etwas für die Kids gemacht wird - dann sind sie ein paar Stunden draußen und haben auch noch viel Spaß dabei.


 

Wir haben Fahrgemeinschaften gebildet und sind Richtung Haintchen in den Wald gefahren.

 




Kleine Truppe 

 


aber hochmotiviert - Pilze immer im Korb sammeln, damit sie nicht verdrückt werden. Man kann sie im Korb durch Geschirrtücher trennen.

Ein Pilzmesser aber  auch ein Taschenmesser oder Jagdmesser sind zu gebrauchen. Los geht es.



Der wollige Milchling - auch Erdschieber genannt.

Kalkweißer oder schmutzigweißer, schüsselförmiger, großer und fester Blätterpilz mit weißer Milch.

Ungenießbar.


 

Gemeiner Weichritterling  - Milch weiß - essbar - aber nicht sonderlich im Geschmack.

 

 

 

Hexenkreis - Nebelkappen

 


Sie wachsen im Kreis in großen Gruppen


 


Die Inhaltsstoffe können Magen-Darm- Störungen auslösen



Rotfußröhrling - essbar und lecker. 

 


der Schwamm wird entfernt

 

 

 

 

 

 

In den Rissen und an Fraßstellen  rötlich - zur Sicherheit kann man auch ein Stück aufschneiden.


 

Täublinge nur essbar, wenn sie sauber brechen.

 


"Teufelsfurz"  - ein Bovist - wenn man drauf tritt, setzt man mit einem Puff eine riesige Sporenwolke frei 

 


Schmetterlingstramete - ein Heilpilz - nicht essbar - aber sehr schön - man kann ihn trocknen und als Deko verwenden.



 

Austernseitling - essbar - auch eher für fortgeschrittene Pilzsucher.

 

 


Hallimasch - nicht essbar

 

 

 

Brauner Milchling - nur rote sind essbar - weiße, gelbe und blaue nicht.

Der hier ist weiß - es kommt weiße Milch, wenn man die Lamellen einschneidet - aufkeinen Fall essen.

 

 


Goldschimmel  - Giftig!


 

 

 




 

Perlpilz - der einzige Knollenblätterpilz, der essbar ist, ist rosa.

Die Huthaut etwas abziehen - sie ist bitter. Auch sollte man ihn unten am Stiel anschneiden - dann kann man

sehen ob er Maden beherbergt.

 

 

 


Stockschwämmchen

Verwechslungsgefahr mit dem Gifthäubling - Der Stiel gibt Auskunft darüber - ist er innen hell, dann ist es das Stockschwämmchen.


 

 

Soppforeningen i Bergen - Pilzverband Bergen Norwegen

 


Elfenbeinschneckling - essbar - aber eher nur erfahrenen pilzsammlern zu empfehlen 

 

 


roter Waldchampignon


 

 





Rotrandiger Baumschwamm - kommt nur in Nadelwäldern vor. Ungeniessbar.



Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, 

Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um. 

Sagt, wer mag das Männlein sein, 

Das da steht im Wald allein Mit dem purpurroten Mäntelein.

 

  

 

Der darf natürlich nicht fehlen - Fliegenpilz 


 

 

 

 

 


Hier ist einmal schön die Knolle zu sehen.

 

 


Stockschwämmchen - kommen alle mit.



Buchenschleimrüpling - hier leider alt- ansonsten sehr lecker. Schleimig - mit Ring.

 

 




Parasol

 


Der war leider alt - aber den Ring kann man immer sofort essen.
Sehr aromatisch.



Der ist noch super!







Mein neues Steffen Meyer Messer - O1 Stahl -  Griff aus gestockter, stabilisierter Buche.




Pilze putzen - und klein schneiden







Eine Krause Glucke


 

 

 

 

Pilzsuppe 

Zwiebel und Knoblauch anschwitzen - dann die Pilze dazu geben. Dazu getrocknetes Suppengrün.
Rama Cremefein und Schmelzkäse  dazugeben  mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Wer es schärfer mag, kann es mit Chakalaka, scharfe, afrikanische Gewürzmischung ein wenig würzen.



mmmmmmmmmmmmhhhhhhhhhhhhhh  leeeeeeeeeeeeeeecker!

da ist auch krause Glucke drin.



Pilzpfanne 

Zwiebel, Knoblauch und Schinkenspeck anbraten.  Dann die Pilze dazugeben und mit anschwitzen.

Mit Brühe und Bratensaft ablöschen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und Kräuter dazugeben.



Tortiglioni passen sehr gut dazu.



Superlecker!



Vanilleeis - etwas Sahne  mit Pilzen  und Erdbeer-Balsamiko.



Eine Geschmacksexplosion:

 


Parasol - alles bereitgestellt. 



Doppelt gerandeter Ring - Stiel muss gemasert sein! 



Der Ring ist verschiebbar. Die hellen Lamellen reichen nicht ganz zum Stiel. 



Ich werde den Parasol in zwei Hälften teilen und ihn auf zwei Arten zubereiten:

 


Auch bei dem Schnitt  darf sich nichts verfärben:

 


Pfeffer 



und Salz



Zimt und Zucker



Panieren


 

 

 

 


die zweite Hälfte auch.



Stiel ist sehr faserig - der darf sich nicht verfärben 



Ring ist essbar.



In die Pfanne mit erhitztem Öl geben



und langsam von beiden Seiten braten - so kann schön der Wassergehalt der Pilze verdunsten.

 


Der Gewürzte Teil schmeckt wie ein Schnitzel



 

Der zweite Teil wird mit Vanilleeis und Blaubeer-Marmelade angerichtet.

 

 

Ein Geschmackserlebnis.



Mehr kann man an einem Nachmittag nicht lernen. Noch einmal Vielen Dank an Bernhard Broschart für die hochinteressante Wanderung und das leckere Essen.



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