Veröffentlichungsdatum Geschrieben von outdoorfriend
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Schwedenkocher

Aus Beständen der schwedischen Armee




Der Schwedenkocher


Das vom schwedischen Militär verwendete Set wurde von Trangia produziert. 

Kompakt und robust, aber auch schwer mit 1200g incl. Brennstoff.



Das Set setzt sich aus diesen Einzelteilen zusammen:

Der Topf und Deckel vom Schwedenkocher ist aus Edelstahl. Der Windschutz ist bei jedem Kocher immer aus Aluminium.
Es gibt ihn aber auch aus Aluminium - auf Bildern kann man das an den Ringen erkennen:


1 Ring = Edelstahl
2 Ringe = Aluminium




  Kochtopf mit ca. 0,5 l Fassungsvermögen
  kleiner Kochtopf für ca. 0,25  l  mit Ösen für einen Haltegriff
  Spiritusbrenner 
  Windschutz 
  Kunststoffflasche für Spiritus 

Gewicht: ca. 900 g
(ca. 1200 g mit Brennstoff)

Packmaß: Etwa 18x11x17 cm (L B H)

Im Windschutz befinden sich zwei Metallbügel. Auf diesen Bügeln können die Kochtöpfe  aufgestellt werden. Der kleinere kann als Deckel für den größeren  Kochtopf  verwendet werden.






Der Brenner wird sehr schnell ganz schön heiß - bei  Rührei mit Speck kann es passieren,  dass etwas anbrennt. In dem Fall, kann man die Pfanne einfach quer oben auf den Windschutz stellen und ist damit etwas weiter vom Feuer weg!




Man kann auch gleichzeitig beide Gefäße zum Kochen zu verwenden. Es erfordert jedoch einiges an Geduld notwendig.

Man kann z.B. im großen Topf Fisch garen und dann im kleine Bannock backen - dann den Fisch wieder aufs Feuer und das Bannock zum fertig backe nund warmhalten obendrauf.

Ebenso kann man es mit  Nudeln einfach nach Soße machen - erst die Soße bereiten dann die Nudel aufsetzen und die Soße obendrauf warm halten. 

Oder das Geschirr gleich ins Lagerfeuer.




Der kleine Topf  hat an seinem Stiel zwei ausklappbare D-Ringe, welche zur Befestigung eines improvisierten Griffs in Form eines Astes dienen können.   Es funktioniert ohne Probleme und erleichtert den Umgang dem Kit enorm.





Der große Topf hat keinen Henkel.  Ein Henkel mit einem zusätzlich befestigten Haken kann dazu verwendet werden, den Topf auch über einem Lagerfeuer aufzuhängen.



Man kann sogar Brot darin backen.

Teig kneten  - den Kocher etwas mehlen.


 

Teig hineingeben

 

 

Backen - es gehört etwas Erfahrung dazu - nicht zu heiß backen - schön am Rand


 

wunderbar locker und knusprig.

 


Was vielleicht auch noch für manchen beim Einsatz in der Natur interessant sein könnte: Der Brenner bietet – im Gegensatz zu so manchem Gas- oder Benzinbrenner – so gut wie keine Geräuschentwicklung und die Flamme wird durch den Windschutz optimal abgeschirmt.

Der Trangia hat nicht umsonst den Ruf einer der besten Kocher zu sein. Er ist einfach konstruiert, es kann nicht viel kaputt gehen. Er wird mit Alkohol betrieben,. In den meisten Ländern zu erhalten – im Gegensatz zu manchen Gaskartuschen.

 
Den Brenner sollte man nicht zu voll auffüllen. Maximal sollte er bis auf ¾ der Füllhöhe befüllt werden. Mit der Zeit bekommt man aber auch ein Gefühl dafür, wieviel Spiritus man für welchen Kochvorgang benötigt. 

Niemals Spiritus nachfüllen, wenn der Brenner brennt! Es kann zu einer Verpuffung kommen und auch Flammen neben den Brenner schlagen. 
Sollte der Brenner leer sein soll man ihn etwas abkühlen lassen, bis man nachfüllt,  ansonsten könnte sich der Spiritus selbst entzünden. 
Laut  Hersteller: "If you can not pick it up, do not fill it up!". 
So lange man den Brenner noch nicht wieder mit den Fingern anfassen kann, sollte man ihn nicht wiederbefüllen.

Die Flamme ist insbesondere am Anfang, also vor dem erreichen der Betriebstemperatur nur schwer bis gar nicht zu sehen. 
Daher Vorsicht bei vermeintlich nicht brennendem Brenner.

Ein gutes, sehr robustes, vielseitig einsetzbares, gut durchdachtes Kochsystem.  Einziger Nachteil - es ist zu schwer, wenn man es tragen muss.

 


 

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