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Shit_in_the_wood

 

  

 

Es ist ein völlig menschliches Bedürfnis. Doch darüber zu reden ist alles andere als eine Erleichterung. 
Wer berichtet schon gerne darüber, wie er beim letzten Trekking mit entblößtem Hintern irgendwo in der Wildnis hockte, 
in der Furcht, von Zweibeinern erspäht oder von Vierbeinern auf die Hörner genommen zu werden. Muss einem ja nicht peinlich sein. 
Woher sollte man auch wissen, wie man sich in einer solchen Situation verhält? 
Schließlich ist die Fähigkeit elegant in den Wald zu scheißen, nicht angeboren. 

 

Ja es wurde sogar ein Buch darüber geschrieben 

How to shit in the Woods - gibt es auch  auf Deutsch. 

 

 

Auf keinen Fall so!

 

 

Die wichtigste und ökologisch unbedenkliche Etiketteregel lautet daher: ein Loch graben. Das sollte möglichst 15 bis 20 Zentimeter tief sein. 
Denn die Enzyme, die Exkremente am wirkungsvollsten zerfallen lassen, leben in den oberen zwanzig Zentimetern des Bodens. 
Außerdem kann der Schiet so ausreichend bedeckt werden: Tiere kommen nicht mit ihm in Kontakt. 

Ob man nun eine Schaufel dabei hat - Noname ca. 5 Euro 
- gibt es auch aus Titan - 17 g für über 40 Euro 
Die Plastik-Schaufel  von sea-to-summit hat 87 g und kostet 7,95 Euro 
oder die  GSI Leave no Trace aus recyceltes Polycarbonat  86 g für 6,95 Euro.

  127 g

oder sich schnell einen Grabstock schnitzt - einfach vorne am Stock halbieren 
man braucht kein großes Loch. 
So, Loch gemacht - Geschäft gemacht - Toilettenpapier mit ins Loch - zugeschaufelt - fertig!

Das ist vor allem im Camp  in der Wildnis wichtig. Denn so werden fliegende Insekten davon abgehalten, 
Krankheitserreger zurück ins Camp zu tragen, wo Nahrung gelagert und zubereitet wird.
Also auch etwas weiter weg vom Lager den Ort einrichten.
 

Nicht so dicht an den Wander-Hotspots - hat auch den Vorteil, dass man selbst nicht bei der Sitzung überrascht wird. 

Weit weg vom Wasser - mindestens 50 m 
– sonst  könnten Bakterien sonst in Wasserwege gelangen und sie als mögliche Trinkwasserquelle verunreinigen.


Toilettenpapier sollte man dabei haben - 

Man kann auch feuchte Tücher verwenden - aber die zersetzen sich erst in der Ewigkeit - also wieder mitnehmen.
Bei manchen sind auch die Stoffe, die da enthalten sind für die Haut und den Körper nicht gesund. 
Also besser nicht - zu Haus - niemals in die Toilette werfen  - sie verstopfen die Kläranlagen.

... und sie schrien nach Klopapier - das alte Pfadfinder-Lied.

deswegen ist es gut immer welches dabei zu haben


Es gibt auch so eine Tasche von Tasmanian Tiger  DIP Pouch - 80 mm Durchmesser - Höhe 20 mm für 10 Euro
aber die von Maxpedition Can Case -  89 mm Durchmesser - Höhe 38 mm  ist doch einiges größer -  kostet aber auch das doppelte.
Auch wenn man nicht so eine Tasche am Gürtel hat - sollte man auch für  den Rucksack das Papier abrollen und es z-förmig zusammenlegen.
Ein Blatt rechts - das nächste links - dann schön zusammendrücken und am besten in einen Zipp-Beutel tun.
Und griffbereit im Rucksack verstauen. 

 

Jetzt ist es passiert - das Toilettenpapier ist alle - gibt es Alternativen?

Die gibt es - die große Klette und Huflattich sind hervorragende Blätter  auch relativ reisfest
im Gegensatz zu Buchen- oder Haselblätter, die auch nicht so groß sind.


 

 

Bei Gras sollte man vorsichtig sein  - es gibt festes Gras, 
das sehr scharf ist an den Kanten  da kann man sich schneiden.
- außerdem sind auch gerne  Zecken daran.

Moos - beste Oberfläche gerade, wenn sie wie hier bei dem Kissenmoos grob strukturiert ist
 - oft ist es  feucht - PERFEKT  - eine antibakterielle Wirkung hat es auch noch.

 

 


 

 

 

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