Mar
12
2015
Last Updated on 2017-03-28 Published Date Written by outdoorfriend
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Hüfte, OP, St. Vincenz, Dr. Hillmeier, Bart Bertrich, Reha

Meine neue Hüfte

 Das Hüftgelenk verbindet das Becken beweglich mit den Beinen. Die Hüftpfanne des Beckenknochens und der runde Hüftkopf des Oberschenkelknochens sind mit einer glatten Knorpelschicht überzogen. Bewegungen wie Drehen, Beugen, Strecken und An- und Abspreizen sowie Laufen sind so problemlos möglich. Zwischen den Knorpelflächen liegt der Gelenkspalt, in dem sich die sogenannte „Gelenkschmiere“ befindet. Die Stabilität erhält das Gelenk durch die Gelenkkapsel und die umgebende Hüftmuskulatur.

Abnutzung

Der häufigste Auslöser für zunehmende Hüftgelenksbeschwerden ist die Arthrose. Durch Abnutzung des Knorpels über Jahre kommt es zu zunehmenden Schmerzen mit einer verminderten Beweglichkeit des Hüftgelenks. Der eigentlich glatte Knorpel verliert dabei zunächst unbemerkt für den Betroffenen seine Elastizität wird dünner und nutzt teilweise vollständig ab. Auf Dauer werden Hüftkopf und Hüftpfanne durch erhöhte Reibung deformiert. 
Dadurch kommt es zu erheblichen Schmerzen.  Sie können sich bis auf das Kniegelenk und den Wirbelsäulenbereich ausdehnen.

Soweit das Krankheitsbild.

So dachten viele auch am Anfang es sei ein Ischias-Schmerzen durch eine verrutschte Bandscheibe, wegen der ausgedehnten Schmerzen.

Nachdem die Schmerzen so stark waren, vor allem beim Nordic-Walking-Training, dass ich die letzten 3 km nur noch humpelnd zurücklegen konnte, musste die Sache untersucht werden. Also Termin gemacht und ab in die Röhre - Magnetresonanztomographie (MRT). Das überhaupt hinein gepasst habe war schon einmal gut. Wenn auch ich rechts und links gepresst war und beim Einatmen ich auch an die Decke kam - gut ich habe keine Platzangst - aber 45 Min sich nicht zu bewegen ist der reinste Horror. Einmal zu tief geatmet und die Aufnahme ist verwackelt. Am nächsten Tag noch mal 20 Min für die Achilles-Sehne. Da ist wohl ein Loch drin. Aber wichtiger war ja erst einmal die Wirbelsäule  - die war allerdings einigermaßen in Ordnung. Also noch unters Röntgengerät und ein Bild von der Hüfte gemacht - klare Diagnose Arthrose!

So eine Titanprothese sollte ich nun bekommen. 

Ja es hilft nichts - ich will ja wieder wandern und in den Wald. Also Termin für die OP gemacht.

Voruntersuchung - 1 Stunde Untersuchung dauert insgesamt 6 Stunden. Anmeldung - dann Notaufnahme - was für ein Unsinn, als wenn die nicht genug zu tun hätten - Wartezeit 2 Stunden für 5 Minuten Untersuchung. Noch mal röntgen - mit einer Metallkugel als Maßstab - danach errechnet der Computer meine neue Hüfte.

Am Ende noch zum Anästhesisten, der macht dann auf alle Risiken aufmerksam - von Querschnittslähmung bis hin zum Tod - alles offen. Aber man würde ja auch mit dem Flugzeug fliegen und das könnte auch abstürzen. Welch ein Trost.

Montags abends eingerückt. Einzelzimmer - langweilig - man denkt zuviel nach. Meine erste OP unter Vollnarkose - hoffentlich wacht man wieder auf. 

Am nächsten morgen ab in den OP - eine polnische Schwester versucht mich zu beruhigen. Dann im Vorbereitungsraum  - die OP-Schwester erklärt dem Pfleger, dass sie Schwierigkeit 6 geklettert ist. Der meinte das sei beachtlich, da ja 9 das höchste sei.

Ich klärte ihn auf, dass seit den Huber Buam 10 die höchste Stufe ist - die Schwester bejaht das und danach weiß ich nichts mehr.

Aufgewacht bin ich dann (was vorher klar war - Profilaxe) auf der Intensivstation - verkabelt, wie ein Zombie.

- an jeder Hand einen Zugang 

- ein Zugang unterhalb des Halses

- etliche Kabel fürs EKG

- Puls

- Sauerstoff in der Nase

- Blutdruck am Arm

- Katheder

- Wundsekretbeutel

- 2 Blutflaschen

- 2 Kanülen für die Spinalanästhesie  in den Rücken

So musste ich mehr oder weniger unbeweglich bis Mittwochmittag auf dem Rücken liegen.

Die Hüfte schmerzte nicht aber mein Hinterteil - ich konnte kaum noch liegen - da halfen auch keine Schmerzmittel  - vor allem, wo ich doch mein ganzes Leben auf dem Bauch schlafe.

Dann ging es endlich in das normale Zimmer - da ja ein Scheich gekommen war, war mein Einzelzimmer für ihn benötigt worden und ich kam in ein Zweibettzimmer - da war ein Mann, der hatte eine Metallstange ca. 1 cm Durchmesser - 38 cm lang aus dem Schienbein entfernt bekommen. Diese war zur Stabilität eingesetzt worden für einen komplizierten Bruch, den er sich bei einem Unfall mit einer Eisenbahn-Draisine zugezogen hatte.

Es wurde nun von Tag zu Tag besser - immer mehr Kabel und Zugänge kamen ab. Unterhaltung hatte ich auch und ein hervorragendes Essen.

Das Zimmer



Ein schönes Ölgemälde an der Wand



Launch-Ecke



Das Bad





der Ausblick



Fernseher



Abendessen



Ziegenkäse mit Feigensenf




 

oder Prosciutto di Parma mit Melone 




mediterraner Salatteller



Mittagsmahl - Gnocchi mit Käsesauce



Brühe mit Backerbsen - Bunter Reistopf mit Hähnchen und Gemüse 



Abend-Ausblick


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Am Ende kam noch ein Mann zu mir ins Zimmer - mit dem habe ich mich super verstanden - die Schwestern waren sehr nett.

Wir hatten viel Spaß . Lymphdrainage, Physiotherapie, etc. halfen gut.

Samstag vor der Entlassung gab es noch ein Tag der offenen Tür mit Live-OP.

Das war sehr interessant.

Montags kam dann das Taxi und ich wurde abgeholt zur Reha - eigentlich schade, wo es gerade anfing Spaß zu machen.


Auf nach Bad Bertrich



In die Meduna Klinik - Haus Fortuna 



Das Zimmer



Das Bad




Ganz oben - ganz links ist das Zimmer



Sonnenuntergang aus dem Fenster



Das Schwimmbad










Der Gang zum Diana 



Der Park - verschiedene Untergründe zum Laufen






Die Büros



Das Team



Der Speisesaal




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Die Lounge




Die Rezeption



Das Meinungsterminal



Der Leseraum




Aufzug



Der Seminarraum


 

Die Meduna Klinik - besteht aus drei Kliniken  - einmal eben aus dem Haus Fortuna 

dann aus der Meduna Klinik 



und der Klinik am Park



Das Haus Diana gehört irgendwie auch noch dazu - Ein Garni-Hotel - Übernachtung mit Frühstück 38,- € - das Schwimmbad vom Haus Fortuna wird mitbenutzt.



Meine ersten Ausflüge - der Kreisel - hier geht immer die Gangschule mit den Physiotherapeuten hin.

 



Beim ersten Mal bin ich gleich zur Post - war etwas weiter als gedacht.

Clara Viebig gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts. zu den meist gelesenen deutschen Autoren. Sie verbrachte regelmäßig ihre Sommerferien in Bad Bertrich und verewigte die Region in vielen ihrer Novellen.  



Das Parkhotel



Vulkaneifel Therme Bad Bertrich



Die Fußgängerzone



Ein Dodge Ram



Die katholische Kirche St. Peter  ein romanischer Saalbau, Bruchstein; Campanile, 1868/69






Hochaltar





Das Taufbecken







Die Pieta 



Ausblick



Blick auf die evangelische Kirche



Kursaal mit Wandel- und Brunnenhalle



Die nächste Tour soll zum Schwanenteich gehen - vorher zur Wassertreppe.

Zum Kreisel vorbei an der Moccamühle



Durch die Fußgängerzone 




Im ehemaligen Hotel Kurfürst hat das Foto- und Filmmuseum Bad Bertrich für das breite Publikum seine Türen geöffnet und führt in die ehemalige Welt der Fotografen und der Filmemacher ein. Die Ausstellung, Privatbesitz der Familie Eischen, umfasst über 2.500 Ausstellungsstücke.

Die Sammlung hat einen großen Umfang an  Fotoapparaten, Filmkameras, Filmprojektoren, Laterna Magicas, Laborgeräte, Video und Fernsehkameras und Souvenirs beinhaltete.

 













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Eiscafe Vittoria



1 Mio Kalorien



Ich war eisern - nur ein Cappuccino 





 

Ich wollte ja eigentlich, auf Empfehlung eines Freundes in die Elfenmaar-Klinik. Das ist aber im Krankenhaus verschludert worden.

Also bin ich natürlich da auch mal hin und habe mir die Klinik angeschaut.



Ja größer, schöner, moderner - ob sie besser gewesen wäre weiß ich nicht.




Angegliedert - Das Haus Sonnenberg für Mutter und Kind Kuren.




Links im Bild die Raucherecke



Das Cafe



Die Trainingsgeräte




Das kleine Schwimmbad



Das große Schwimmbad.



Was unterm Strich jetzt besser gewesen wäre - ist schwer zu beurteilen.

Aber schon einmal soviel - ich habe super Leute kennengelernt - unser 4er Team vom Tisch zum Beispiel.

Wir hatten viel Spaß - das Zimmer war ok - es hatte einen Fernseher. Das Essen war jetzt nicht so wichtig, da ich mich sowieso selbst gleich auf 1200 Kalorien habe setzen lassen. Der Koch hatte allerdings manchmal komische Würzvarianten - so Maggikraut an Broccoli. Auch hat er   alles viel zu viel Sauce versehen. War mir aber wie gesagt jetzt nicht so wichtig. Freitags war das Essen hervorragend. Wirklich schlimm, war nur der undefinierbare Tee zum Abendmahl. Citro ohne Zitronengeschmack - teilweise Mischungen und am härtesten war der Weihnachtstee mit Zimtgeschmack - prompt hat es auch am nächsten Tag geschneit.

An einem erheblichen Mangel - zum Internet hatte man nur im Erdgeschoss Empfang, war man am arbeiten - zu früh da gewesen.

Das wichtigste aber -die Physiotherapeuten waren allesamt hervorragend. Sie haben uns wirklich weitergebracht. Das Programm war vielseitig und rund, wenn man auch am Zeitmanagement noch arbeiten könnte.

Bei der Tour zur Elfenmaar-Klinik habe ich noch einen Abstecher zur Elfengrotte - schaffe ich den Weg - ich schaffe das.





Da ist sie die Elfengrotte und der Wasserfall









Jetzt die Treppe rauf - aber Vorsicht! es ist alles feucht - nicht so einfach mit Unterarm-Gehilfen.






Aber es lohnt sich - Natur pur!






unbeschreiblich






Jetzt zurück - die Treppe auch wieder runter.




wieder durch die Grotte




wirklich - wie Käseleiber - die Lavasteine 





Alles fließt in den Üssbach.




Klar, dass man früher hier eine Mühle betrieben hat.






Viele Wanderwege gibt es rund um Bad Bertrich.




Hier mal ein Bild, damit man sieht, wie hoch das außen herum ist. 








Da mein Aufenthalt am Montag zu Ende geht und am Sonntag schlechtes Wetter gemeldet ist - da wollte ich doch den Park noch abarbeiten.

Also in die entgegengesetzte Richtung in die Stadt



Beim Italiener gibt es wieder neuen Kuchen



Zum Glück muss ich weiter



Eine tolle Tür



Wanderhütte - oberhalb der Wassertreppe



Der Römerkessel in Bad Bertrich ist ein besonderer Park. Es ist der erste landschaftstherapeutische Park Europas. Sieben sehr unterschiedliche Gärten sollen anregen, beruhigen, inspirieren.































































In der Klinik hat die Ernährungsberaterin in Vitrinen mal dargestellt - wie viel Zucker in den einzelnen Lebensmitteln enthalten sind

Zum Beispiel in der Tüte Gummibären - 59 Stück Würfelzucker






Eine schöne und erfolgreiche Zeit geht zu Ende.


 


Freunde

  

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